Udo Laubert – Coaching & TrainingDein Thema finden
IMPULS FÜR DEINEN ALLTAG

Nein sagen, obwohl sich ein Ja leichter anfühlt

Du wirst um einen Gefallen gebeten. Noch bevor du überlegt hast, hörst du dich Ja sagen. Später merkst du: Eigentlich war meine Woche schon voll. Du kannst lernen, zwischen einer Bitte und deiner Antwort einen kleinen Moment für dich zu schaffen.

Illustration eines Coaching-Gesprächs
Veränderung beginnt in dir.

Du darfst freundlich sein und deine Grenze ernst nehmen

Ein Nein muss weder hart noch abweisend sein. Du kannst eine Bitte wertschätzen und trotzdem entscheiden, dass sie gerade nicht zu deiner Zeit, deiner Kraft oder deinen eigenen Vorhaben passt. Du sagst damit etwas über deine Möglichkeiten – nicht über den Wert des anderen Menschen.

Ein ungutes Gefühl kann trotzdem auftauchen. Vielleicht bist du es gewohnt, schnell zu helfen. Vielleicht möchtest du niemanden enttäuschen. Das sind mögliche Gründe, keine Diagnose. Entscheidend ist zuerst: Was bemerkst du bei dir in dieser konkreten Situation?

Der erste Schritt ist eine Pause

Du musst nicht sofort ein Nein formulieren. Beginne mit einem Satz, der dir Zeit verschafft: ‚Ich schaue erst in meinen Kalender und gebe dir morgen Bescheid.‘ Oder: ‚Ich möchte kurz darüber nachdenken.‘

Nutze diesen Moment für drei Fragen: Habe ich wirklich Zeit? Möchte ich das tun? Was müsste ich dafür bei mir zurückstellen? Manchmal entsteht daraus ein ehrliches Ja. Manchmal ein Nein. Beides darf eine bewusste Entscheidung sein.

Drei Sätze, die du an dich anpassen kannst

‚Danke, dass du an mich denkst. Diese Woche kann ich das nicht übernehmen.‘ Dieser Satz würdigt die Anfrage und nennt deine Grenze, ohne eine lange Rechtfertigung zu verlangen.

‚Heute passt es für mich nicht. Am Freitag könnte ich dir eine halbe Stunde anbieten.‘ Eine Alternative ist möglich, wenn sie wirklich zu dir passt. Du musst sie nicht anbieten, um dein Nein zu entschuldigen.

‚Ich verstehe, dass dir das wichtig ist. Meine Antwort bleibt trotzdem Nein.‘ Wenn jemand noch einmal nachfragt, darfst du freundlich bei deiner Entscheidung bleiben. Wie du das formulierst, hängt auch von der Beziehung und der Situation ab.

Wenn danach ein schlechtes Gewissen kommt

Versuche, das Gefühl wahrzunehmen, ohne deine Entscheidung sofort zurückzunehmen. Frage dich: Habe ich tatsächlich eine verbindliche Zusage verletzt, oder ist es vor allem ungewohnt, meine Bedürfnisse auszusprechen? Wenn du bereits zugesagt hast, ist ein offenes Gespräch über das, was möglich ist, meist hilfreicher als kommentarloses Absagen.

Auch dein Gegenüber darf enttäuscht sein. Du musst dieses Gefühl nicht sofort lösen. Gleichzeitig kannst du zuhören und respektvoll bleiben. Grenzen und Verbindung müssen sich nicht ausschließen.

Eine kleine Übung für deinen Alltag

Wähle für die kommende Woche eine überschaubare Situation, in der du bisher häufig zu schnell zusagst. Schreibe dir einen Satz auf, mit dem du zunächst Bedenkzeit gewinnst. Beobachte danach: Was war leichter als erwartet? Was war schwierig? Was möchtest du beim nächsten Mal anders sagen?

Es geht nicht darum, ab jetzt jede Bitte abzulehnen. Es geht darum, dich selbst in deiner Entscheidung wiederzufinden. Wenn du dir dabei Begleitung wünschst, können wir gemeinsam eine konkrete Alltagssituation betrachten. Coaching ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.

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Redaktion: Coaching & Training Udo Laubert

Ich bin Udo Laubert.

Als Neurocoach und Businesscoach begleite ich Menschen dabei, sich selbst besser zu verstehen und bewusst neue Schritte zu gehen.

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